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DiaServ Braunschweig GmbH

 

Chronik der DiaServ Braunschweig GmbH
Die EDV im Diakonischen Werk Braunschweig
Entwicklung von 1996 – 2010

1996 wird eine EDV-Stabstelle im Diakonischen Werk Braunschweig e.V. geschaffen. Ihr Ziel ist es, die bis dahin vorhandene Vernetzung der Geschäftsstelle neu zu organisieren und die Anwenderbetreuung auszubauen. Gleichzeitig erfolgt die Einführung eines zentralisierten Rechnungswesens, welches für das Diakonische Werk mit seinen Kreisstellen und den eigenen Einrichtungen gilt. Außerdem bietet die neugegründete Stabsstelle eine EDV-Beratung an – als Service für die Mitglieder des Diakonischen Werkes Braunschweig (DWBS).

1997 startet das neue Rechnungswesen als zentrale Dienstleistung im DWBS für seine Kreisstellen und eigenen Einrichtungen. Auf mittlerer Datentechnik werden auch für Mitglieder des DWBS entsprechende Dienste als Mandanten gehostet und weitere Mitglieder zu einem autonom arbeitenden Betrieb geleitet.

Als Standard kommen Lotus-Notes als Groupware, MS Office-Produkte, einheitliches Rechnungswesen und Leistungsabrechnung zum Einsatz. Diese werden über ein gesichertes Netz (Wählleitungen) über Cisco-Router im Unternehmen verteilt. An jedem Standort verfügt mindestens ein Arbeitsplatz über einen Zugriff ins Internet.

1998 wird die Stabsstelle EDV zu einer festen Größe in der Struktur und ist dem Bereich Wirtschaft und Finanzen zugeordnet. Ab jetzt beschäftigen sich zwei Mitarbeiter ausschließlich mit der EDV.

1999 & 2000 erfolgt der Aufbau eines VPN mit einem örtlichen Provider. Ein weiterer Mitarbeiter verstärkt nun die EDV. Die Menge der unterstützten Anwender hat sich seit 1997 auf nun 200 an 30 Standorten erhöht.
Umzug nach Braunschweig-Riddagshausen: An dem neuen Standort wird eine neue Infrastruktur im Gebäude Klostergang 66 aufgebaut. Hier werden für die Mitarbeiter insgesamt 524 Kommunikationsports für die Verteilung von Video, Audio, Telefonie und Datenübertragung nach neuesten Standards installiert. Die vorhandene Hard- und Softwareausstattung wird komplett revidiert, erweitert und neu aufgesetzt.

2002 Eine neue EDV-Ära im Diakonischen Werk Braunschweig bricht an. Die EDV betreut nun ca. 300 Mitarbeiter an 35 Standorten via VPN. Dazu werden mehr als 70 Server eingesetzt. Das Unternehmen entschließt sich, eine Serverfarm einzusetzen. Nun werden nicht nur Daten sondern auch alle Programme zentral verwaltet und via VPN zur Verfügung gestellt. Der Administrationsaufwand reduziert sich dadurch erheblich und es entsteht durch den Einsatz einer Citrix-/TerminalServerLösung eine gewisse Hardware- Unabhängigkeit.

Die EDV wird nun als strategisches Unternehmensziel mit dem Anspruch auf eigene Kompetenz im sozialen Bereich gesehen und entsprechend neu strukturiert.

2003 Nächste Ausbaustufe der Serverfarm: Es werden nun ca. 400 Anwender an 40 Standorten mit Rechenleistung und Daten versorgt. Die Zahl der zu administrierenden Server hat sich auf unter 20 am Standort reduziert.

2004 Das Diakonische Werk Braunschweig wird eigener Provider und unterhält ein eigenes getunneltes VPN. Zwei weitere Mitarbeiter befassen sich nun mit diesen Herausforderungen und stehen auch im Bereich der Einführung eines IntraNetPortals Diakonischen Werks Braunschweig zur Verfügung. Die vorhandene Groupware wird durch Microsoft-Produkte ersetzt. Als Standard wird nun MS-Exchange und MS-SharePointPortalServer eingesetzt.
Die Ablösung (End Of Live) der eingesetzten ERP-Software wird durch den Lieferanten angezeigt. Erste Sondierungen für einen Ersatz beginnen.

2005 Mit der abschließenden Entscheidung zu einer ERP-Lösung unter SAP im Sommer 2005, beginnt ein weiterer Ausbau der Serverfarm. Inzwischen sind über 45 Standorte und weitere Mitglieder des Diakonischen Werkes Braunschweig auf der Serverfarm angeschlossen und werden durch die EDV-Abteilung betreut. Als neue Hardware kommt erstmalig die IBM Blade-Technologie zum Einsatz. Die Umstellung auf SAP wird vorbereitet.

2006 Ab dem 01.01.2006 ist SAP im Echtbetrieb. Das Diakonische Werk Braunschweig, alle Kreisstellen und Betriebsgesellschaften werden auf die neue ERP-Plattform auf SAP umgesetzt. Zum Einsatz kommen die Module FI / CO / AA. Ein Spendenwesen wird geprüft und ebenfalls auf SAP zum Einsatz gebracht.
Noch im gleichen Jahr wird ein gemeinsames Projekt mit einem großen Verband, ebenfalls mit dem Ziel der Umstellung auf SAP, gestartet. Aufgrund der eigenen Erfahrungen und des nun vorhanden Fachkonzeptes im Sozialmarkt, kann dieses Projekt in kürzester Zeit erfolgreich umgesetzt werden: Bereits nach 4 Monaten erfolgt die Aufnahme des Echtbetriebs.
Personell verstärkt sich die Abteilung nun auch im Verwaltungsbereich. Mittlerweile stehen 8 Mitarbeitende für die Anforderungen der Anwender sowie für die Weiterentwicklung und Sicherheit der Serverfarm bereit. Ein Hotline-, Ticket- und Inventarisierungssystem wird eingeführt.

2007 Am Standort werden Storagesysteme auf der Farm eingeführt und weitere Anwendungen zentralisiert. Ein weiterer Meilenstein auf der Farm ist nun die Virtualisierung der wesentlichen Server unter VM Ware. Die Virtualisierung bringt einen höheren Wirkungsgrad der eingesetzten Hardwareressourcen bei gleichzeitig höherer Ausfallsicherheit der Hochverfügbarkeitsserver. Das gilt auch für eine schnellere Wiederherstellung der Systeme bei einem Ausfall oder einem Umzug.

Ein großer Kunde wird für den reinen Dienstleistungsbetrieb gewonnen. Inzwischen nutzen 735 Anwender das Hotline- und Serviceangebot der EDV-Abteilung. Der komplette Betrieb der eigenen Farm am Standort des Kunden wird durch Personal der EDV-Abteilung sichergestellt. Durch permanentes Anpassen, Weiterentwicklung, Mitwirkung bei Beschaffung und Planung entsteht bei dem Kunden, der ebenfalls auf mehrere Standorte verteilt ist, eine leistungsstarke Serverfarm mit hohem Sicherheitsstandard.
In diesem Jahr werden zum ersten Mal Auszubildende als Fachinformatiker Systemintegration eingestellt.

2008 ist gekennzeichnet durch den Umzug der EDV-Abteilung aus Riddagshausen in die Weststadt. Durch kontinuierliches Wachstum ist die Infrastruktur am bisherigen Standort erschöpft. Die notwendigen Bandbreiten für die Weitverkehrsverbindungen (Digitale Leitungen, SDSL und ADSL) konnten am alten Standort nicht mehr zur Verfügung gestellt werden. Der neue Standort bietet neben den technischen Voraussetzungen auch die Möglichkeit, ein umfangreiches Schulungs- und Fortbildungsangebot mit Seminarräumen, moderner Tagungstechnik und eigenem EDV-Schulungsraum über die Diakonzept gGmbH zu nutzen und zu buchen.

2009 wird die EDV-Abteilung aus dem Diakonischen Werk Braunschweig als eigene Betriebsgesellschaft – die DiaServ Braunschweig GmbH – in die Diakonzept gGmbH ausgegründet. Mit diesem Schritt vollzieht sich eine Öffnung zur Dienstleistung für alle Teilnehmer am Sozialen Markt.

Die SAP-Plattform wird beständig erweitert und in immer mehr Bereiche getragen. Für alle zukünftigen Entwicklungen für das Diakonische Werk Braunschweig, die Kreisstellen und die Betriebsgesellschaften werden nun, ausschließlich SAP-Anwendungen für die Branchensoftware  angeschafft.

Für Kunden bedeutet das, dass sie nun die Wahl haben: sich entweder auf die SAP-Plattform zu begeben, um integraler Bestandteil der Farm zu werden, oder sie ihre eigenen No-SAP Anwendungen in einer abgesicherten Umgebung hosten lassen. Ebenso wird an dem neuen Standort ein Serverhousing angeboten. Hier können Kunden ihre eigene Hardware in sicherer Infrastruktur betreiben und von dem Systemadministrator überwachen lassen.

Als neue Virtualisierungsplattform wird durchgängig auf Citrix XenServer umgestellt. Noch vorhandene dedizierte Server werden durch virtualisierte Server ersetzt. Die Plattform aus BladeServern, Storagesystemen und Netzwerk bietet jetzt alle Funktionen einer Private-Cloud.

2010 Revision der Serverfarm am Standort Weststadt Eiderstraße: IBM-Technologie ist nun durchgängig eingesetzt und entsprechend den Anforderungen auf modernste Blades oder Server verteilt. Wichtigstes Projekt in diesem Jahr ist die Ablösung der bisherigen Leistungsabrechnung im Altenhilfebereich durch eine SAP-Lösung mit unserem Partner der LBU Systemhaus AG. Am Ende des Projektes sind Leistungsabrechnung, Pflegeplanung und Dokumentation voll in SAP integriert.

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